EJZ mit Rojava-Schlagzeilen beklebt

Gestern Nacht wurde die Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow mit Nachrichtensplittern aus den kurdischen Gebieten in Nordsyrien eingekleistert. Eine Gruppe, die sich auf die internationale Kampagne “Rise Up 4 Rojava” bezieht, bekennt sich dazu auf dem linken Internetportal de.indymedia.

Die beklebte Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow
Im Text heißt es dazu: “Die EJZ steht als Lokalzeitung symbolisch für das allgemeine Versagen der deutschen Presseorgane und der hiesigen Öffentlichkeit. Wir fordern die deutsche Presse auf, mit einer wahrheitsgemäßen und angemessenen Berichterstattung ihrer Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und den Ereignissen in Nordsyrien gerecht zu werden.”

Nachtrag zum wendländischen Mobilfunk-Wahn

Gastbeitrag über Wutbriefe und die Psychologie der Verschwörungsideologie

Am 13.06. hat die antifa wendland mit einem Text über Aktivitäten der „Wendlandinitiative Aufklärung über 5G-Mobilfunk“ breitere Diskussionen und Auseinandersetzungen in verschiedenen politischen und kulturellen Milieus des Wendlandes losgetreten. In Reaktion auf die Veröffentlichung des Textes hat die Gruppe darüber hinaus mehrere schäumende Mails verschwörungsideologischer Wutbürger*innen erhalten. Außerdem erschien in der Elbe-Jeetzel-Zeitung ein vielsagender Leser*innenbrief. Im folgenden Gastbeitrag soll auf einige in diesen Zuschriften auftauchende Äußerungen und Muster eingegangen werden, um dadurch die Aktiven der Initiative erneut einem verschwörungsideologischen, querfrontlerischen, prinzipiell rechtsoffenen Milieu zuzuordnen. Nicht zufällig wurde der Verweis des ursprünglichen Referenten Michael Mumm auf Literatur von jemandem, der wiederum mit Holocaustleugner*innen zusammenarbeitet, hervorgehoben. Auf die prinzipielle Nähe des verschwörungsideologischen Milieus zum Antisemitismus wird im hinteren Teil näher eingegangen.

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Erneuter Angriff auf von Gottberg

Am Samstag soll es laut einem Artikel der Elbe-Jeetzel-Zeitung erneut zu einer Attacke auf ein Auto des AfD-Bundestagsmitglieds und Holocaustleugners Wilhelm von Gottberg gekommen sein. Dieser fand ziemlich genau ein Jahr nach einem versuchten Brandanschlag auf ein Auto von Wilhelm von Gottberg statt. Am hellichten Tag soll sich jemand, so die Zeitung, Zugang zum Anwesen von Gottbergs verschafft und die Windschutzscheibe eines PKW beschädigt haben. Warum es sich bei Wilhelm von Gottberg um einen Holocaustleugner handelt, haben wir im November in einem längeren Statement herausgearbeitet. Der Brandanschlag von letztem Jahr ist auf der linken Internetplattform Indymedia mit dem Antisemitismus der AfD, von Gottbergs Holocaustleugnung sowie seiner Verteidigung des Antisemiten Martin Hohmann begründet worden.

Wieder Fascho-Outings im Landkreis


Antifaschist*innen haben in der Nacht zu heute mit Plakaten einige Outings von “Faschisten” vorgenommen. Das Schreiben dazu gibt es auf Indymedia:

In der Nacht auf den 18. Juni haben wir an vielen Ordnen der Region Wendland/Altmark Faschisten via Plakat geoutet. Getroffen hat es die Lüchower Nazis Christian Werning, Sven Müller und Jan Weißmann sowie den AfD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm von Gottberg aus der Gemeinde Schnega.

Weiterlesen auf auf de.indymedia.org

Mobilfunk oder Weltverschwörung?

Pseudowissenschaftler mit Verbindungen zu Rechten auf einer Infoveranstaltung zu 5G-Mobilfunk im Wendland.

Am 19.06.2019 wird es im Kulturbahnhof in Hitzacker ein Treffen der „Wendlandinitiative Aufklärung über 5G-Mobilfunk“ geben. Im nachfolgenden Text wollen wir aufzeigen, warum dieses „Sondierungstreffen“ problematisch und schon im Vorhinein verschwörungsideologisch eingefärbt ist. Es ist ein erstes Arbeitstreffen, bei dem über Strategien und Handlungsspielräume gesprochen werden soll. Das Thema scheint zu gären hier im Landkreis.

Am 22.05.2019 fand im Vorfeld im Verdo in Hitzacker eine Infoveranstaltung zum Thema Mobilfunk und 5G statt. Diese wurde von derselben Initiative mit der Überschrift : „ Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk – was ist zu tun?“ beworben.
Es gab dazu zwei Artikel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung(EJZ)(1) und sogar eine Ankündigung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg(BI) auf dem linken Internetportal Indymedia(2).
Als angeblicher Experte bei der Infoveranstaltung kam Michael Mumm zu Wort.
Michael Mumm betreibt ein „baubiologisches Ingenieursbüro“ ist und nach eigenen Angaben „elektrosensibel“.
Wir werden hier nicht auf pseudowissenschaftliche Argumente der Mobilfunkgegner*innen eingehen und verweisen zum Thema Elektrosensibilität auf wissenschaftliche Forschung und Studien in dem Bereich(3). Die wissenschaftliche Community ist sich in dieser Frage so einig wie in der Frage nach einem menschengemachten Klimawandel. Auch dieser Indymediartikel : http://de.indymedia.org/2006/09/156648.shtml und die Kommentare darunter sind interessant, wenn mensch sich mit der Thematik befassen will.

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Staatsschutz verfolgt Linke in Lüchow aufgrund von Beleidigung

Folgende Pressemitteilung hat uns heute erreicht, die wir gern in voller Länge veröffentlichen:

Kurz vor Beginn der Kulturellen Landpartie hat der Staatsschutz angefangen, linke Aktivist*innen im Landkreis zu bedrängen. Seit Montag wird insbesondere eine junge Frau verfolgt. In der Innenstadt Lüchows wurde unsere Freundin in einem Geschäft von Staatsschützern angesprochen; dann eröffneten sie ihr vor mithörender Kundschaft dass sie eine Person suchen, gegen die strafrechtliche Vorwürfe erhoben sind, und ihre Person zum Täterprofil passe. Der Tatvorwurf bestünde aus einer Beleidigung einer Person als „Scheiß Nazi“. Die Tat sei am 20.04. begangen worden.

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Wieder Nazi-Devotionalien bei Lüchower Flohmarkt

Auf dem Lüchower Flohmarkt ist am ersten Mai aufs Neue Nazi-Müll verkauft worden. Wie bereits im Oktober vergangenen Jahres ein antifaschistischer Spaziergang über den Flohmarkt deutlich machte und die Elbe-Jeetzel-Zeitung berichtete, ist der Verkauf von Materialien aus der Nazizeit sowie anderen rechtsradikalen Fanartikeln beim Lüchower Flohmarkt kein neues Phänomen. Beim extrem gut besuchten Flohmarkt zum Maifeiertag konnten etwa folgende NS-Antiquitäten und sonstiges Material mit Bezug zum Nationalsozialismus erworben werden:

“Der Adler” Band IV mit den Ausgaben von 1942, eine Propagandazeitschrift der Luftwaffe, samt Hakenkreuz auf dem Buchcover

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