AfD-Stiftung will in Lüneburg Geschichte verdrehen

Die Stiftung des Holocaustleugners und AfD-Politikers Wilhelm von Gottberg, “Bildung und Erinnerung“, möchte vom 16. bis zum 18. November in Lüneburg eine geschichtspolitische Tagung abhalten. Antifaschist_innen haben zur Behinderung und Verhinderung der Veranstaltung aufgerufen, mit der der ehemalige Vertriebenenfunktionär von Gottberg die dem rechten Vertriebenenspektrum zugeordnete, in Lüchow sitzende Stiftung der AfD näher rückt.

AfD-Bundestagsabgeordeter Wilhelm von Gottberg aus dem Wendland

Unter dem Motto “Keine Räume für Rechte” wenden sich die Antifas an das Tagungshotel Seminaris und fordern eine Ausladung der Stiftung mit dem ungewöhnlichen Geschichtsverständis. Für den Fall der Duldung von von Gottberg und seinen Leuten, heißt es in dem Schreiben: “In Lüneburg gehört es zur guten Tradition, dass Veranstaltungen von Nazis, Rassisten und anderen Rechten widersprochen und im Ablauf gestört werden.” Die taz stellte vor Kurzem in der Kolumne “Der rechte Rand” erneut von Gottbergs Äußerungen, Positionen und Tätigkeiten anlässlich der geplanten Tagung vor. Offiziell soll es bei der Tagung rund um den Volkstrauertag um die Revolution von 1918 gehen.

An besagtem 18. November wird es außerdem eine antifaschistische Kundgebung am Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Lüneburg geben. Hier provozierte die AfD in den vergangen zwei Jahren ebenfalls durch ihre Teilnahme an einer offiziellen Gedenkveranstaltung.