Erneuter Angriff auf von Gottberg

Am Samstag soll es laut einem Artikel der Elbe-Jeetzel-Zeitung erneut zu einer Attacke auf ein Auto des AfD-Bundestagsmitglieds und Holocaustleugners Wilhelm von Gottberg gekommen sein. Dieser fand ziemlich genau ein Jahr nach einem versuchten Brandanschlag auf ein Auto von Wilhelm von Gottberg statt. Am hellichten Tag soll sich jemand, so die Zeitung, Zugang zum Anwesen von Gottbergs verschafft und die Windschutzscheibe eines PKW beschädigt haben. Warum es sich bei Wilhelm von Gottberg um einen Holocaustleugner handelt, haben wir im November in einem längeren Statement herausgearbeitet. Der Brandanschlag von letztem Jahr ist auf der linken Internetplattform Indymedia mit dem Antisemitismus der AfD, von Gottbergs Holocaustleugnung sowie seiner Verteidigung des Antisemiten Martin Hohmann begründet worden.

Wieder Fascho-Outings im Landkreis


Antifaschist*innen haben in der Nacht zu heute mit Plakaten einige Outings von “Faschisten” vorgenommen. Das Schreiben dazu gibt es auf Indymedia:

In der Nacht auf den 18. Juni haben wir an vielen Ordnen der Region Wendland/Altmark Faschisten via Plakat geoutet. Getroffen hat es die Lüchower Nazis Christian Werning, Sven Müller und Jan Weißmann sowie den AfD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm von Gottberg aus der Gemeinde Schnega.

Weiterlesen auf auf de.indymedia.org

Mobilfunk oder Weltverschwörung?

Pseudowissenschaftler mit Verbindungen zu Rechten auf einer Infoveranstaltung zu 5G-Mobilfunk im Wendland.

Am 19.06.2019 wird es im Kulturbahnhof in Hitzacker ein Treffen der „Wendlandinitiative Aufklärung über 5G-Mobilfunk“ geben. Im nachfolgenden Text wollen wir aufzeigen, warum dieses „Sondierungstreffen“ problematisch und schon im Vorhinein verschwörungsideologisch eingefärbt ist. Es ist ein erstes Arbeitstreffen, bei dem über Strategien und Handlungsspielräume gesprochen werden soll. Das Thema scheint zu gären hier im Landkreis.

Am 22.05.2019 fand im Vorfeld im Verdo in Hitzacker eine Infoveranstaltung zum Thema Mobilfunk und 5G statt. Diese wurde von derselben Initiative mit der Überschrift : „ Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk – was ist zu tun?“ beworben.
Es gab dazu zwei Artikel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung(EJZ)(1) und sogar eine Ankündigung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg(BI) auf dem linken Internetportal Indymedia(2).
Als angeblicher Experte bei der Infoveranstaltung kam Michael Mumm zu Wort.
Michael Mumm betreibt ein „baubiologisches Ingenieursbüro“ ist und nach eigenen Angaben „elektrosensibel“.
Wir werden hier nicht auf pseudowissenschaftliche Argumente der Mobilfunkgegner*innen eingehen und verweisen zum Thema Elektrosensibilität auf wissenschaftliche Forschung und Studien in dem Bereich(3). Die wissenschaftliche Community ist sich in dieser Frage so einig wie in der Frage nach einem menschengemachten Klimawandel. Auch dieser Indymediartikel : http://de.indymedia.org/2006/09/156648.shtml und die Kommentare darunter sind interessant, wenn mensch sich mit der Thematik befassen will.

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Staatsschutz verfolgt Linke in Lüchow aufgrund von Beleidigung

Folgende Pressemitteilung hat uns heute erreicht, die wir gern in voller Länge veröffentlichen:

Kurz vor Beginn der Kulturellen Landpartie hat der Staatsschutz angefangen, linke Aktivist*innen im Landkreis zu bedrängen. Seit Montag wird insbesondere eine junge Frau verfolgt. In der Innenstadt Lüchows wurde unsere Freundin in einem Geschäft von Staatsschützern angesprochen; dann eröffneten sie ihr vor mithörender Kundschaft dass sie eine Person suchen, gegen die strafrechtliche Vorwürfe erhoben sind, und ihre Person zum Täterprofil passe. Der Tatvorwurf bestünde aus einer Beleidigung einer Person als „Scheiß Nazi“. Die Tat sei am 20.04. begangen worden.

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Wieder Nazi-Devotionalien bei Lüchower Flohmarkt

Auf dem Lüchower Flohmarkt ist am ersten Mai aufs Neue Nazi-Müll verkauft worden. Wie bereits im Oktober vergangenen Jahres ein antifaschistischer Spaziergang über den Flohmarkt deutlich machte und die Elbe-Jeetzel-Zeitung berichtete, ist der Verkauf von Materialien aus der Nazizeit sowie anderen rechtsradikalen Fanartikeln beim Lüchower Flohmarkt kein neues Phänomen. Beim extrem gut besuchten Flohmarkt zum Maifeiertag konnten etwa folgende NS-Antiquitäten und sonstiges Material mit Bezug zum Nationalsozialismus erworben werden:

“Der Adler” Band IV mit den Ausgaben von 1942, eine Propagandazeitschrift der Luftwaffe, samt Hakenkreuz auf dem Buchcover

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Neues Statement zu Aktionen an wendländischen Ehrenmälern

Beschmiertes Ehrenmal in Güstritz trauert “Für die Heimat” (Quelle: EJZ)

Kurz vor dem staatlichen Volkstrauertag hat sich die “Gruppe ‘Deutschland, du mieses Stück Scheiße’, hurra”, die in den vergangenen Wochen Ehrenmäler im Landkreis umgestaltet hatte, erneut zu Wort gemeldet. In einem Schreiben auf dem linksradikalen Portal de.indymedia.org heißt es: “Wir haben in der Nacht auf den 17. November zwei Denkmäler im Osten sowie eines im Süden des Landkreises mit Farbe angegriffen. Wir hoffen, dass sich die Feiernden des Volkstrauertags am Sonntag beim Abwurf ihrer geschmacklosen Kränze und dem Absingen des Deutschlandliedes an den Farben und Farbresten erfreuen werden.” Man habe in den vergangenen Wochen mehr als ein dutzend der Anlagen attackiert. Continue reading

Aufruf: Man redet nicht mit Holocaustleugnern! Für die soziale Isolierung von Wilhelm von Gottberg (AfD), Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen

AfD-Bundestagsabgeordeter Wilhelm von Gottberg aus dem Wendland

Für die “Alternative für Deutschland” sitzt sowohl im Bundestag, als auch im Kreistag von Lüchow-Dannenberg (“Wendland”), ein Holocaustleugner. Wilhelm von Gottberg hat am 6. Januar 2001 im Ostpreußenblatt den Holocaust mit einem in der Holocaust-Leugner-Szene beliebten Mittel geleugnet, mit dem er sich einer Strafverfolgung entziehen konnte. Er zitierte den italienischen Faschisten Mario Consoli mit den Worten: „Jeder noch so fadenscheinige Vorwand (…) ist gut genug, um den Holocaust in Erinnerung zu rufen. Die Propaganda-Dampfwalze wird mit den Jahren nicht etwa schwächer, sondern stärker, und in immer mehr Staaten wird die jüdische ,Wahrheit‘ über den Holocaust unter gesetzlichen Schutz gestellt. Der Holocaust muß ein Mythos bleiben, ein Dogma, das jeder freien Geschichtsforschung entzogen bleibt.” Hierzu fügte von Gottberg im Text an: “Wir haben dem nichts hinzuzufügen”, machte sich die Äußerung also aktiv zueigen. Weiterhin heißt es im angeführten Zitat: “Als wirksames Instrument zur Kriminalisierung der Deutschen (…) wird immer noch der Völkermord am europäischen Judentum herangezogen.” Seitdem hat von Gottberg nichts von dem Gesagten zurückgenommen und es mit vielen weiteren Taten und Andeutungen noch untermauert. So veröffentlichte die Zeit¹ im März 2017 die Worte von Gottbergs und ließ ihn dazu Stellung nehmen. Er habe sich für die Zitierung öffentlich entschuldigt, entgegnete er dort, wollte aber nicht angeben, wann und wo. Außerdem sprach von Gottberg im Nachhinein davon, das Zitat sei “etwas leichtfertig” gewesen, ohne irgendetwas zum Sachverhalt selbst zu sagen. Wir fordern nun endlich Konsequenzen. Wir verlangen das Ende jeglicher Kommunikation und Zusammenarbeit mit Wilhelm von Gottberg. Wir wollen dies im Folgenden begründen. Continue reading

AfD-Stiftung will in Lüneburg Geschichte verdrehen

Die Stiftung des Holocaustleugners und AfD-Politikers Wilhelm von Gottberg, “Bildung und Erinnerung“, möchte vom 16. bis zum 18. November in Lüneburg eine geschichtspolitische Tagung abhalten. Antifaschist_innen haben zur Behinderung und Verhinderung der Veranstaltung aufgerufen, mit der der ehemalige Vertriebenenfunktionär von Gottberg die dem rechten Vertriebenenspektrum zugeordnete, in Lüchow sitzende Stiftung der AfD näher rückt.

AfD-Bundestagsabgeordeter Wilhelm von Gottberg aus dem Wendland

Unter dem Motto “Keine Räume für Rechte” wenden sich die Antifas an das Tagungshotel Seminaris und fordern eine Ausladung der Stiftung mit dem ungewöhnlichen Geschichtsverständis. Für den Fall der Duldung von von Gottberg und seinen Leuten, heißt es in dem Schreiben: “In Lüneburg gehört es zur guten Tradition, dass Veranstaltungen von Nazis, Rassisten und anderen Rechten widersprochen und im Ablauf gestört werden.” Die taz stellte vor Kurzem in der Kolumne “Der rechte Rand” erneut von Gottbergs Äußerungen, Positionen und Tätigkeiten anlässlich der geplanten Tagung vor. Offiziell soll es bei der Tagung rund um den Volkstrauertag um die Revolution von 1918 gehen.

An besagtem 18. November wird es außerdem eine antifaschistische Kundgebung am Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Lüneburg geben. Hier provozierte die AfD in den vergangen zwei Jahren ebenfalls durch ihre Teilnahme an einer offiziellen Gedenkveranstaltung.

Antifaschistischer Stadtspaziergang zieht durch Lüchow

Am Sonntag sind Antifaschist_innen durch die Kreisstadt Lüchow gezogen und haben auf ansteigende Naziaktivitäten hingewiesen. Dabei ging es unter anderem um den regelmäßig stattfindenden Flohmarkt, bei dem NS-Antiquitäten verkauft worden sind.

Teilnehmer_innen des Stadtspaziergangs in Lüchow vor einem Grafitti mit der Aufschrift “Antifa Area”

In einem Beitrag auf de.indymedia.org beschreiben die Teilnehmenden die Aktion und zitieren den von ihnen verteilten Flyer. Darin schreiben sie unter anderem: “Wir nehmen es nicht hin, dass weder der Betreiber des Lüchower Flohmarktes die Einhaltung seiner eigenen Regeln zur Verbannung von Nazi-Kram vom Markt durchsetzt, noch, dass es offensichtlich keine Lüchower Bürger und Bürgerinnen tun.”

Altes Foto vom Lüchower Flohmarkt zeigt Verkäufer mit Reichsfahne

Nachtrag: Bericht der Elbe-Jeetzel-Zeitung

Farbattacken auf nationalistische Ehrenmäler im Wendland

Auf der linken Internetplattform de.indymedia.org hat sich eine “Gruppe ‘Deutschland, du mieses Stück Scheiße’, hurra” zu Farbanschlägen bekannt, die in der Nacht auf den dritten Oktober, dem Einheitsfeiertag, ausgeführt wurden. Im Schreiben heißt es zu den Mälern, sie überböten sich “gegenseitig an Widerlichkeit” und “stellen einen Schlag ins Gesicht aller Opfer der deutschen Angriffskriege dar”. Continue reading