Hermann-Löns-Straße in Oury-Jalloh-Straße umbenannt / Black Lives Matter! / Aufruf zur Demo in Lüchow

Protest gegen rassistische Polizeigewalt Samstag, 10:30 Uhr, Lüchow

Die umbenannte Oury-Jalloh-Straße in Lüchow

Wir haben in der Nacht zum Freitag anlässlich des globalen Widerstands gegen rassistische Polizeigewalt die Lüchower Hermann-Löns-Straße in Oury-Jalloh-Straße umbenannt und fordern von der Gemeinde, diese Umbenennung auch offiziell vorzunehmen.

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Die Wendlandlinke und die Corona-Querfront

Seit Anfang Mai sieht sich die Linke in Deutschland mit einer neuen Querfrontbewegung konfrontiert. Tausende demonstrierten in Stuttgart gegen die Corona-Maßnahmen und zum Protest vor der Berliner Volksbühne rufen „Linke“ auf. Neben sozialen Ungleichheiten macht das Virus nun auch deutlich: die politische Linke hat ihren Hang zu Verschwörungsdenken nie in den Griff bekommen. Auch im niedersächsischen Wendland, seit Jahrzehnten bekannt für die Anti-Atom-Bewegung rund um das Endlager Gorleben, haben sich alternative Erzählungen zu Kapitalismus, Natur und Wissenschaft ausgebreitet – zum Glück nicht ganz unwidersprochen.

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Angriff auf Antifas bei Querfront-Protest in Lüchow

Querfrontler*in am Freitag: “Metamorphose” statt globale Pandemie

In Lüchow haben am Freitag, dem 15. Mai, etwa 40 Personen aus dem Querfrontmilieu gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesrepublik demonstriert. Dagegen wiederum äußerten einige Antifaschist*innen ihren Unmut und verteilten Flyer. Über der Veranstaltung auf dem Marktplatz wurden zwei Konfettikanonen gezündet, außerdem wurde die Veranstaltung durch in der Stadt gezündete Pyrotechnik gestört.

Als zwei Antifaschist*innen in der Nähe der “Meditation” der Querfrontler*innen von einem kleinen Gerät Helene Fischers Smashhit “Atemlos durch die Nacht” abspielen wollten, eskalierte die Lage. Zwei ältere Männer lösten sich aus der Schwurbelkundgebung und begannen eine körperliche Auseinandersetzung mit den sitzenden Antifas, in deren Verlauf sie versuchten, das Musikabspielgerät zu entwenden. Dagegen konnte sich erfolgreich gewehrt werden.

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Antifas outen rechten Orthopäden in Lüchow

In Lüchow haben Antifas den rechten Orthopäden Dr. Carsten Schwieder geoutet. Auf einer Website weisen sie darauf hin, dass der Arzt sowohl privat als auch auf seiner Praxisseite rechtsradikale Schwurbeleien verbreitet.

Carsten Schwieder auf seiner privaten Facebook-Seite

Auf der Facebookseite “Orthopädie Wendland” wird beispielsweise ein Flyer von der antisemitischen Gruppe “kla.tv” gezeigt, den jemand, vermutlich Schwieder selbst, in der Hand hält. Darauf wird unter anderem die Existenz der Masern geleugnet und behauptet, noch nie sei jemand an einer Kinderkrankheit gestorben. Mitautor ist der HIV-Leugner Hans U.P. Tolzin. Der Flyer richtet sich gegen das Impfen und enthält einschlägig rechtsradikale Sprache.

In einem enthaltenen Absatz soll etwa Stimmung erzeugt werden, indem auf die Homosexualität des Gesundheitsministers Jens Spahn verwiesen wird. Dieser sei ein “kurzsichtiger Brillenträger mit einer sozial-familiär gegen unsere Gesellschaft konträr eingestellten Neigung bei gleichzeitigem Kinderwunsch”. Die Anspielung auf den homofeindlichen Mythos schwuler Pädophilie wird so als Beleg benutzt, Spahn profiliere sich beim Thema Impfen bei einer “Pharmalobby” auf Kosten von Kindern und “unser aller Zukunft”.

Weitere Shares und Verweise gibt es außerdem zu ken.fm, dem Compact-Magazin, gamesoftruth (wo es um “Orgonenergie”, die Heilung von Corona vermittels gefährlicher Verabreichung von Bleichmitteln oder die 5G-Verschwörung geht) oder NuoViso, den Schwieder folgendermaßen kommentiert: “Wahlen??? Nein… Utopie Scheindemokratie..!” Es zeigt sich ein geschlossen verschwörunsideologisches, rechtsradikales Weltbild des Lüchower Orthopäden.

So macht sich Schwieder in einem weiteren Beitrag “Beschwerden” an Angela Merkel zueigen, es fallen Begriffe wie die rechtsradikale Verschwörungsthese von einer heimlich ausgeführten “Umvolkung”, “Gender-Schwachsinn” und “Homo-Propaganda”, “Ausländerkriminalität”, “Massenabtreibung”, “Rentenlüge” und “Dieselverbot”, “Sprechverbote”, die “Staatsmiliz Antifa” oder der “Kampf gegen rechts”.

Der sehr detailliert belegende Text zum Outing und den Hintergründen aller verschwörungsideologischen und rechtsradikalen Quellen findet sich darüber hinaus auch auf der linken Internetplattform de.indymedia.org.


EJZ mit Rojava-Schlagzeilen beklebt

Gestern Nacht wurde die Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow mit Nachrichtensplittern aus den kurdischen Gebieten in Nordsyrien eingekleistert. Eine Gruppe, die sich auf die internationale Kampagne “Rise Up 4 Rojava” bezieht, bekennt sich dazu auf dem linken Internetportal de.indymedia.

Die beklebte Elbe-Jeetzel-Zeitung in Lüchow
Im Text heißt es dazu: “Die EJZ steht als Lokalzeitung symbolisch für das allgemeine Versagen der deutschen Presseorgane und der hiesigen Öffentlichkeit. Wir fordern die deutsche Presse auf, mit einer wahrheitsgemäßen und angemessenen Berichterstattung ihrer Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und den Ereignissen in Nordsyrien gerecht zu werden.”

Nachtrag zum wendländischen Mobilfunk-Wahn

Gastbeitrag über Wutbriefe und die Psychologie der Verschwörungsideologie

Am 13.06. hat die antifa wendland mit einem Text über Aktivitäten der „Wendlandinitiative Aufklärung über 5G-Mobilfunk“ breitere Diskussionen und Auseinandersetzungen in verschiedenen politischen und kulturellen Milieus des Wendlandes losgetreten. In Reaktion auf die Veröffentlichung des Textes hat die Gruppe darüber hinaus mehrere schäumende Mails verschwörungsideologischer Wutbürger*innen erhalten. Außerdem erschien in der Elbe-Jeetzel-Zeitung ein vielsagender Leser*innenbrief. Im folgenden Gastbeitrag soll auf einige in diesen Zuschriften auftauchende Äußerungen und Muster eingegangen werden, um dadurch die Aktiven der Initiative erneut einem verschwörungsideologischen, querfrontlerischen, prinzipiell rechtsoffenen Milieu zuzuordnen. Nicht zufällig wurde der Verweis des ursprünglichen Referenten Michael Mumm auf Literatur von jemandem, der wiederum mit Holocaustleugner*innen zusammenarbeitet, hervorgehoben. Auf die prinzipielle Nähe des verschwörungsideologischen Milieus zum Antisemitismus wird im hinteren Teil näher eingegangen.

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Erneuter Angriff auf von Gottberg

Am Samstag soll es laut einem Artikel der Elbe-Jeetzel-Zeitung erneut zu einer Attacke auf ein Auto des AfD-Bundestagsmitglieds und Holocaustleugners Wilhelm von Gottberg gekommen sein. Dieser fand ziemlich genau ein Jahr nach einem versuchten Brandanschlag auf ein Auto von Wilhelm von Gottberg statt. Am hellichten Tag soll sich jemand, so die Zeitung, Zugang zum Anwesen von Gottbergs verschafft und die Windschutzscheibe eines PKW beschädigt haben. Warum es sich bei Wilhelm von Gottberg um einen Holocaustleugner handelt, haben wir im November in einem längeren Statement herausgearbeitet. Der Brandanschlag von letztem Jahr ist auf der linken Internetplattform Indymedia mit dem Antisemitismus der AfD, von Gottbergs Holocaustleugnung sowie seiner Verteidigung des Antisemiten Martin Hohmann begründet worden.

Wieder Fascho-Outings im Landkreis


Antifaschist*innen haben in der Nacht zu heute mit Plakaten einige Outings von “Faschisten” vorgenommen. Das Schreiben dazu gibt es auf Indymedia:

In der Nacht auf den 18. Juni haben wir an vielen Ordnen der Region Wendland/Altmark Faschisten via Plakat geoutet. Getroffen hat es die Lüchower Nazis Christian Werning, Sven Müller und Jan Weißmann sowie den AfD-Bundestagsabgeordneten Wilhelm von Gottberg aus der Gemeinde Schnega.

Weiterlesen auf auf de.indymedia.org

Mobilfunk oder Weltverschwörung?

Pseudowissenschaftler mit Verbindungen zu Rechten auf einer Infoveranstaltung zu 5G-Mobilfunk im Wendland.

Am 19.06.2019 wird es im Kulturbahnhof in Hitzacker ein Treffen der „Wendlandinitiative Aufklärung über 5G-Mobilfunk“ geben. Im nachfolgenden Text wollen wir aufzeigen, warum dieses „Sondierungstreffen“ problematisch und schon im Vorhinein verschwörungsideologisch eingefärbt ist. Es ist ein erstes Arbeitstreffen, bei dem über Strategien und Handlungsspielräume gesprochen werden soll. Das Thema scheint zu gären hier im Landkreis.

Am 22.05.2019 fand im Vorfeld im Verdo in Hitzacker eine Infoveranstaltung zum Thema Mobilfunk und 5G statt. Diese wurde von derselben Initiative mit der Überschrift : „ Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk – was ist zu tun?“ beworben.
Es gab dazu zwei Artikel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung(EJZ)(1) und sogar eine Ankündigung der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow Dannenberg(BI) auf dem linken Internetportal Indymedia(2).
Als angeblicher Experte bei der Infoveranstaltung kam Michael Mumm zu Wort.
Michael Mumm betreibt ein „baubiologisches Ingenieursbüro“ ist und nach eigenen Angaben „elektrosensibel“.
Wir werden hier nicht auf pseudowissenschaftliche Argumente der Mobilfunkgegner*innen eingehen und verweisen zum Thema Elektrosensibilität auf wissenschaftliche Forschung und Studien in dem Bereich(3). Die wissenschaftliche Community ist sich in dieser Frage so einig wie in der Frage nach einem menschengemachten Klimawandel. Auch dieser Indymediartikel : http://de.indymedia.org/2006/09/156648.shtml und die Kommentare darunter sind interessant, wenn mensch sich mit der Thematik befassen will.

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Staatsschutz verfolgt Linke in Lüchow aufgrund von Beleidigung

Folgende Pressemitteilung hat uns heute erreicht, die wir gern in voller Länge veröffentlichen:

Kurz vor Beginn der Kulturellen Landpartie hat der Staatsschutz angefangen, linke Aktivist*innen im Landkreis zu bedrängen. Seit Montag wird insbesondere eine junge Frau verfolgt. In der Innenstadt Lüchows wurde unsere Freundin in einem Geschäft von Staatsschützern angesprochen; dann eröffneten sie ihr vor mithörender Kundschaft dass sie eine Person suchen, gegen die strafrechtliche Vorwürfe erhoben sind, und ihre Person zum Täterprofil passe. Der Tatvorwurf bestünde aus einer Beleidigung einer Person als „Scheiß Nazi“. Die Tat sei am 20.04. begangen worden.

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